Beratung
Alzheimer-Telefon & Informationsmaterialien
Das nationale Alzheimer-Telefon bleibt eine niederschwellige Anlaufstelle für Anliegen rund um Demenz und den achtsamen Umgang damit. Dieses Beratungsangebot ist telefonisch und per E-Mail zugänglich. 2025 wurden zudem diverse Publikationen überarbeitet und neu aufgelegt. Die neuste Broschüre «Hirngesundheit und Prävention von Demenz» zeigt praxisnah, welche Faktoren das Demenzrisiko beeinflussen, wie man vorbeugen kann und wie sich der Krankheitsverlauf nach einer Diagnose mitgestalten lässt.
Gremien
Arbeitsgruppe Impuls Alzheimer
«Nichts über uns ohne uns»: In der Arbeitsgruppe Impuls Alzheimer bringen Menschen mit Demenz ihre Sichtweise und Erfahrung ein. In fünf Treffen berieten die Mitglieder zu Projekten, Positionspapieren und Schlüsselthemen wie Prävention. In Medienauftritten und an Podiumsgesprächen brachten sie ihre Perspektive zudem in die Öffentlichkeit. Wir heissen drei neue Mitglieder willkommen und verzeichnen einen Abgang. Ein Highlight: Wir gratulieren unserem Mitglied Jost Hammerschmidt, der im Juni in die European Working Group von Alzheimer Europe gewählt wurde.
Bildung
Internes Fortbildungsprogramm - Austausch stärken, Angebote weiterentwickeln
Die Weiterbildungen vor Ort wurden auf Wunsch der Teilnehmenden im Ablauf angepasst und noch praxisnäher gestaltet. Im Grundkurs Olten konnten alle Ateliers durchgeführt und neue Angebotsleitende für Alzheimer Ferien, Alzheimer Cafés sowie Aktivitäten- und Gesprächsgruppen gewonnen werden. Die regionalen und online durchgeführten Supervisionen waren grösstenteils gut besucht und der fachliche Austausch wurde erneut sehr geschätzt. Erstmals fand ein Grundkurs im Tessin mit 19 Teilnehmenden statt. Die FTD-Schulungstage wurden von 12 auf 15 Teilnehmende erweitert und stiessen weiterhin auf grosse Nachfrage. Auch diese Schulungstage waren ein voller Erfolg. Viele Teilnehmende sind immer noch in Kontakt und unterstützen sich gegenseitig in ihrem Alltag.
Forschung
Kooperationen stärken die Wissensbasis
2025 stand in der Abteilung Forschung im Zeichen des Aufbaus des neuen Forschungskonzepts von Alzheimer Schweiz. Zentrale Meilensteine waren zudem zwei Kooperationen mit der Hochschule für Logopädie (HLO) und dem Brain Health Registry sowie die Mitarbeit im Teilprojekt 1 «Kompetenzerweiterungen» des Programms “DeKoMo” – Demenz-Kompetenz und Monitoring. Parallel dazu wurden die inhaltlichen und organisatorischen Grundlagen für zwei nationale Studien gelegt: zu den gesellschaftlichen Kosten von Demenzerkrankungen in der Schweiz sowie zur Situation und zu den Bedürfnissen von Menschen mit Demenz, deren Durchführung für 2026 vorgesehen ist.
Fundraising
Vorsorgeevents
Auch im Jahr 2025 führte Alzheimer Schweiz gemeinsam mit DeinAdieu kostenlose Online-Informations-veranstaltungen zur Nachlassplanung durch. Die Teilnehmenden erhielten in den Kantonen Neuenburg, Wallis, Thurgau, Schaffhausen, Solothurn und St. Gallen verständliche und praxisnahe Informationen zu Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag und erfuhren, worauf es beim Verfassen eines Testaments ankommt und wie dieses rechtsgültig erstellt werden kann. Die gut besuchten Anlässe boten den Teilnehmenden zudem die Möglichkeit, konkrete Fragen zu stellen.
Organisationsentwicklung
Politisches Engagment und Harmonisierung
Um das politische Engagement von Alzheimer Schweiz gezielter zu steuern, wurde 2025 ein Politikausschuss mit Vertreterinnen und Vertretern aus Vorstand und Geschäftsleitung eingesetzt. Parallel dazu wurde ein internes Monitoring aufgebaut, das demenzrelevante politische Geschäfte auf Bundesebene systematisch verfolgt. Ein Schwerpunkt lag im vergangenen Jahr auf dem Einsatz für zusätzliche demenzspezifische Pflegeleistungen in der obligatorischen Krankenversicherung. Als Teil einer breiten Allianz konnte Alzheimer Schweiz dazu beitragen, dass Menschen mit Demenz in finanziell schwierigen Situationen dank erweiterten Ergänzungsleistungen zur AHV/IV länger zu Hause leben können.
Im Rahmen des Organisationsentwicklungsprojekts «Quantum» haben die Dachorganisation und die Sektionen gemeinsam das Kernangebot sowie Standards für die Sektionen erarbeitet, das Dienstleistungsangebot der Geschäftsstelle für die Sektionen geschärft, Schnittstellen in der Mitgliederverwaltung und im Fundraising verbessert und ein vereinfachtes Modell für die Verteilung der Gönnerspenden entworfen. Das Projekt befindet sich in der Endphase und kommt mit der Delegiertenversammlung 2026 plangemäss zum Abschluss.
Strategische Projekte
Austausch, Verständnis und Mitsprache fördern
Persönliche Erfahrung, Austausch mit anderen Betroffenen und sich verstanden zu fühlen. Neben der Community Plattform (siehe Spotlight) half auch die Beteiligung beim ersten Schweizer Demenz-Podcast «Chopfsach» auf die Belange und Bedürfnisse von Demenzbetroffenen zu fokussieren. Die Sonderstaffel des Podcasts «Chopfsach – nachgefragt» stellte die Anliegen von Angehörigen in den Mittelpunkt. Gespräche zu Themen wie Finanzen, Hilfsmittel, Heimeintritt, KESB, Behandlungsoptionen und Vererbbarkeit wurden durch vertiefende Einschätzungen von Fachpersonen ergänzt. Über die Community-Plattform konnten Hörer:innen zusätzliche Fragen einreichen und den Austausch weiterführen.
Zentrale Dienste
Sicherheit, Stabilität und Unterstützung
Im Berichtsjahr wurden in den zentralen Diensten wichtige Schritte zur Stärkung der IT-Sicherheit umgesetzt. Als querschnittliche Funktion unterstützt sie die Fachbereiche organisationweit und trägt wesentlich zu Stabilität, Effizienz und Qualitätssicherung bei. Durch zusätzliche Sicherheitsmassnahmen und die Umstellung auf Microsoft Defender konnten die IT-Systeme weiter geschützt werden. Damit sind die zentralen Dienste gut aufgestellt, um kommende Projekte zuverlässig zu begleiten und die weitere digitale Entwicklung in den nächsten Jahren in der Gesamtorganisation zu unterstützen.






